Schon nach drei Minuten hätte Rebecca Konhäuser ihr von 40 mitgereisten Fans lautstark unterstütztes Team in Führung bringen können. Weil die Torjägerin jedoch knapp verzog, dauert es bis zur zehnten Minute, als Abwehrass Nadja Ackermann einen Handelfmeter in die verdiente 1:0-Gästeführung ummünzte.
Konhäuser und Leib hätten früh für Klarheit sorgen können
Dass die Eintracht lange zittern musste, lag einzig und allein an einer katastrophalen Chancenauswertung. Lisa Leib bediente Topf, die um Haaresbreite danebenschoss (15.) und zwei Minuten später mit einem Kopfball nur die Latte traf. Auch Leib und Konhäuser hätten früher für Klarheit sorgen können (50., 60.). Als Germania-Akteurin Ayse Fornoff in der 55. Minute den Ausgleich auf dem Fuß hatte, wäre dies fast bestraft worden.
"Das macht das Spiel für die Zuschauer spannend, aber als Trainer leidest du dann an der Seitenlinie", gab Coach Friedrich Einblicke in seine angespannte Gemütslage. Nach 66 Minuten erlöste Leib dann den nervösen Rheinländer und zimmerte das Spielgerät aus 20 Metern ins Tordreieck. Danach hatte Pfungstadt nichts mehr hinzuzusetzen, während die Domstädterinnen die Partie locker nach Hause schaukelten.
Weil Topf jedoch fünf Minuten vor dem Ende abermals nur den Pfosten traf, scherzte Eintracht-Coach Armin Friedrich angesichts der nun folgenden zweiwöchigen Spielpause: "Jetzt gibt es 14 Tage Torschusstraining."
Pfungstadt: Kunze - Piotter (66. Kral), Bartl (52. Fornoff), Ebert (78. Mager), Seitz - Gilles, Krauss, Sadien, Reichel - Wengert, Boba.
Wetzlar: Beffart - Klippert, Ackermann, Letzel, Dutschmann - Simbeck (89. Philipp) , Leib (89. Rössing), Topf, Lottermann - Konhäuser, Bach (75. Roß).
Schiedsrichterin: Modery (Bruchsal) - Zuschauer: 100 - Tore: 0:1 Ackermann (10., Handelfmeter), 0:2 Leib (66.)



